UnterstützerInnen

Helmut Spitzer

Helmut Spitzer

Bei meinem letzten Aufenthalt in Ruanda war ich mit einem Taxifahrer namens Leon unterwegs, der als Kind während des Völkermordes 1994 sämtliche Familienmitglieder verloren hatte. Leon arbeitet hart, hat einen Bildungsabschluss, aber kein Geld und keine Möglichkeit, auf die Universität zu gehen, was sein Herzenswunsch ist. Mein erster Gedanke war, diesen jungen, intelligenten, lebenstüchtigen Mann mit ZIKOMO in Verbindung zu bringen. ZIKOMO ist aus meiner Sicht eine beispielhafte zivilgesellschaftliche Initiative, die durch gezielte Bildungsförderung dazu beiträgt, die Potenziale junger Afrikanerinnen und Afrikaner zur Entfaltung zu bringen. Getragen von einem engagierten Team, setzt der kleine, aber professionell geführte Verein einen innovativen Impuls in der österreichischen entwicklungspolitischen Szene.

Hongera sana!

Helmut Spitzer ist Professor an der Fachhochschule Kärnten, Studiengang Soziale Arbeit. Er hat viele Jahre in Ostafrika zu verschiedenen Randgruppen geforscht, z.B. über Kindersoldaten, Straßenkinder und alte Menschen. Seine jüngste Publikation, die er gemeinsam mit seiner tansanischen Kollegin Zena Mabeyo herausgegeben hat, handelt vom Überlebenskampf alter Menschen in Tansania.

Weitere Informationen: http://www.fh-kaernten.at/gesundheit-soziales/bachelor/soziale-arbeit/team/mitarbeiterdetails.html?per_oid=4295287852
Volker Seitz

Volker Seitz

``Ich bin von Ihrem Engagement sehr beeindruckt. Ich habe in 17 Jahren in Afrika sehr viel vergebliche weil auch unsinnige Hilfe erlebt. Verschwendung und Missbrauch der Ressourcen. Deshalb freut es mich, dass Ihre kleine Organisation wirkliche Hilfe zur Selbsthilfe praktiziert. Jeder führt zwar ``Hilfe zur Selbsthilfe `` im Munde, aber kaum eine Organisation handelt danach. Bravo, Sie geben armen aber ausbildungsbereiten und bildungshungrigen Menschen in ihrem Land eine Chance. Wer gut ausgebildet wird, braucht auch keine Angst vor der Zukunft zu haben. Insbesondere Frauen wird durch Ihre Initiative ein gewaltiges Potential an nötigem Selbstbewusstsein und Überlebenskraft ermöglicht.``

Herzliche Grüße
Volker Seitz, Botschafter a.D.

Volker Seitz war von 1965 bis 2008 in verschiedenen Funktionen für das deutsche Auswärtige Amt tätig, unter anderem bei der EU in Brüssel und mehreren Ländern Afrikas. Von 2004 bis zu seinem Ruhestand 2008 war er Leiter der Botschaft in Kamerun.
Mehr Informationen: http://de.wikipedia.org/wiki/Volker_Seitz

In seinem Buch ``Afrika wird armregiert oder Wie man Afrika wirklich helfen kann``, das 2009 erstmals erschienen und nun in der 7. Auflage vorliegt, schreibt Herr Seitz folgende Zeilen über ZIKOMO:

``Durch die hohen Studiengebühren ist es vielen Afrikanern nicht möglich das Studium ihrer Kinder eigenständig zu finanzieren. Hier hilft u.a. der Verein ZIKOMO (“Danke”) in Graz. Es werden afrikanische Studenten und Studentinnen in ihren Heimatländern gefördert. Studienbezogene Kosten werden übernommen. (www.zikomo.at) Die Überwindung der Bildungsarmut bedeutet besonders für die Frauen Selbstvertrauen und eine Chance ihre Situation dauerhaft zu ändern. Mit diesen so genannten Sur Place Stipendien kann auch der Abwanderung des hochqualifizierten akademischen Nachwuchses aus ökonomischen Gründen entgegen gewirkt werden. Auf diese künftigen Fach-und Führungskräfte, insbesondere im naturwissenschaftlich technischen Bereich, sind die Länder dringend angewiesen.``

Buchlink: http://www.kulturbuchtipps.de/archives/425
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Judith Schwentner

Ganz herzlich möchte ich Ihnen zu dieser gelungenen Initiative gratulieren! Es ist so wichtig, dass gut ausgebildete Menschen in ihren Heimatländern die Chance haben, an der Verbesserung ihrer eigenen Lebensverhältnissen mitzuwirken. Entwicklungszusammenarbeit baut auf der Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort. Dafür braucht es solides Wissen. Fehlt die Ausbildung, geht eine der allerwichtigsten Ressourcen verloren. Daher freue ich mich sehr, dass Sie jungen Menschen in Afrika dabei helfen, ein Studium abzuschließen. Vor allem freut mich, dass Sie insbesondere Frauen den Weg in ein unabhängiges, selbstbestimmtes Leben ermöglichen wollen – ich bin gespannt, was wir von Ihren Stipendiaten und Stipendiatinnen noch alles hören werden. Weiter so!

Frau Mag.a Judith Schwentner, geb. in Graz
- seit 2008 Abgeordnete zum Nationalrat, Die Grünen
- Sprecherin für Frauen und Entwicklungspolitik
- von 1999 bis 2008 Redakteurin bzw. Chefredakteurin und Leiterin der Straßenzeigung und sozialen Initiative MEGAPHON/Caritas
- Außerdem leitete sie von 2007 bis 2008 das interkulturelle Cafe und Veranstaltungszentrum Auschlössl/Caritas

Weiteres unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Judith_Schwentner
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Edith Zitz

Das Jahr 2015 ist das „Europäische Jahr der Entwicklung“ mit dem Motto „Unsere Welt, unsere Würde, unsere Zukunft“. Dem steht eine globale Realität gegenüber, die nach wie von sozioökonomischer Ungleichheit, offenen und subtilen Formen von Gewalt und Ausgrenzung – gerade auch gegenüber Menschen mit afrikanischen Wurzeln – geprägt ist. Um da dagegenzuhalten, hat Bildung einen besonders hohen Stellenwert. Zikomo setzt einen entwicklungspolitischen innovativen und eigenständigen Akzent, der stärkt und befreiend wirkt und im besten Sinn des Wortes in Bildung “investiert”. Diese Initiative möge weiterwachsen!

Frau Mag.a Edith Zitz:
- 1965 in Salzburg geboren, lebt und arbeitet in Graz.
- Studium Englisch, Geschichte und Rechtswissenschaften in Graz und den USA.
- Gender- und Diversitäts-Mainstreaming in Organisationen.
- Tätig bei inspire - Verein für Bildung und Management und bei Verein JUKUS.
- Schwerpunkte: Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen, Nutzungskonflikte im öffentlichen Raum, Altersdiskriminierung, public health sowie religiöse Vielfalt im Gemeinwesenkontext
- 1995-2010 Landtagsabgeordnete in der Steiermark.

Foto: © Ulla Sladek